Auf 10 000 Quadratmetern hat sich in der vergangenen Woche die Kreisjugendfeuerwehr des Landkreises Sigmaringen auf dem Zeltplatz an den Schwarzachtalseen niedergelassen. „Wir sind mit knapp 400 Mädchen und Jungen aus den Jugendfeuerwehren hierher gekommen, dass sie hier einmal ausgiebig Spaß haben können und die Wehren sich untereinander kennenlernen“, erklärte Daniel Stuwe, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. Und der muss das Ganze kennen, war er doch Ausrichter des diesjährigen Zeltlagers bei Herbertingen.
Fünf Tage Jugendfeuerwehr, da will schon einiges geboten sein. Das dachten sich auch Stuwe und sein fünfköpfiges Team. So waren Lagerfeuer, Nachtwanderung und viel Zeit zum Spielen eingeplant. Wenn nur dass Wetter nicht wäre. Die ersten Tage fielen buchstäblich ins Wasser, weil der starke und viele Regen den Zeltplatz beinahe flutete. Doch nach dem Motto „Es gibt kein falsches Wetter nur falsche Kleidung“ hatten die 320 Jungen und 62 Mädchen kurzerhand einen Kinonachmittag und Freizeit in den Zelten. Doch das Wochenende bescherte den Florians-Jüngern dann doch ein wenig den Sommer. Bereits am Freitag gab die Sonne den Startschuss für die zahlreichen Workshops. Ob nun Tauchen, Klettern oder ein wenig Allgemeinbildung auf der Heuneburg, es war für jeden Geschmack etwas geboten. „Die Vermittlung von Feuerwehr-Wissen ist dabei eher zweitrangig. Es geht dabei in erster Linie um den Spaß“, machte Stuwe auf die Frage hin deutlich, was die Kreisjugendfeuerwehr mit dem Lager und vor allem mit den Workshops bezwecken will.
Ein zweites Highlight des Wochenendes war dann aber die Lagerolympiade. Alle teilnehmenden Jugendfeuerwehren stellten Gruppen auf, die an 15 Station, auf einem Kurs von 13 Kilometern, einige lustige, clevere, starke und intelligente Aufgaben zu erledigen hatten. Wie auch bei den Workshops, gab es zwar feuerwehrtechnische Aufgaben, aber der Spaß war auch hier wieder im Vordergrund.
In einer dunklen Mülltonne anziehen und dann einen Parcours Laufen, einen Schlauch mit Schwämmen füllen oder einen Traktor als „strong Man“ ziehen, sind dann doch eher Disziplinen die unter die Rubrik „Fun“ fallen dürften. Und das Konzept von Stuwe und seinem Team ging auf. Wenn auch hier und da mal etwas klemmte, die Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren hatten einiges zu lachen. Den krönenden Abschluss für die Jungen und Mädchen machte das Lagefest am letzten Abend vor der Heimreise. Die Prämierung des Siegers der Lagerolympiade rundete dabei den Abend ab. Bei Musik und viel Spaß ging es dann noch einmal richtig bei der Beachparty ab, bevor am Sonntag das gemeinsame Mittagessen mit Betreuern und Eltern den Abschluss bildete.
Was viele nicht sehen, ist der Aufwand, den ein derartiges Zeltlager mit sich bringt. Gut 400 Kinder und 90 Betreuer wollen auch entsprechen betreut werden. Mit fünf Aktiven Feuerwehrmänner und – frauen und 80 Arbeitseinsätzen durch die Aktiven Kameraden der Feuerwehr Herbertingen mit den Abteilungen Herbertingen, Hundersingen und Marbach wurde alles erst möglich. Sie verteilten Verpflegung, richteten den Zeltplatz her oder organisierten die Workshops und die Lagerolympiade. „Ohne sie wäre das gar nicht machbar gewesen“, sagte Daniel Stuwe nicht ganz ohne Stolz auf diese Leistung. Aber auch das Deutsche Rote Kreuz Herbertingen war mit in dem „großen“ Boot. Die Teilnehmer des Zeltlagers wollen ja auch verpflegt werden. Für die Küchencrew um Mario Rilly und die die DRK-Bereitschaft Herbertingen bedeutet dass Großkampftage. Die Bereitschaft ist mit einer entsprechenden Küche für derartige Einsätze ausgerüstet.
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